Schlaf, Bewegung und Ernährung – die Pfeiler unserer Gesundheit

Mehr Sport treiben, gesünder essen oder weniger rauchen – viele nehmen sich beim Jahreswechsel vor, im neuen Jahr besser auf ihre Gesundheit zu achten. Dabei vergessen sie oft, dass unsere Gesundheit nicht nur von ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung abhängt, sondern auch von gesundem Schlaf. Die Wichtigkeit von Schlaf wird unterschätzt und es scheint gar, dass Übermüdung schon bald das neue Übergewicht werden kann. Wie die drei Komponenten Ernährung, Bewegung und Schlaf zusammenspielen, erfahren Sie hier.

So beeinflusst Schlaf unseren Körper und Geist

Auch wenn noch nicht abschliessend geklärt ist warum wir schlafen, wissen wir jetzt schon, dass Schlaf kein Luxus ist: Durch zu wenig Schlaf können wir krank werden. Schlafmangel steigert nämlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes (Typ 2), Angststörungen sowie Depressionen. Zudem wird die Haut dünner und verliert an Elastizität, die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, wir können uns schlechter konzentrieren und treffen mehr Fehlentscheidungen.
Gut und ausreichend schlafen lohnt sich also in jeder Hinsicht. Denn während des Schlafes muss unser Gehirn keine neuen Reize aufnehmen oder verwerten. Es kann sich reinigen, d.h. die gesammelten Informationen verarbeiten und Wichtiges von Unwichtigem trennen. Dadurch wird Gelerntes langfristig abgespeichert und unser Erinnerungsvermögen verbessert. Zudem bauen wir im Tiefschlaf Gewebe, Knochen und Muskeln auf. Guter und ausreichender Schlaf ist also ein Tausendsassa: Er wirkt sich positiv auf unseren Körper und Geist aus – und macht uns nachweislich glücklich.

Schlaf und Ernährung

Dass das Essen unseren Schlaf beeinflussen kann, wissen die meisten: So schlafen wir nach einem fettigen Essen oder mit einem Loch im Bauch nur schwer ein. Es empfiehlt sich darum, das Abendessen 2-4 Stunden vor dem Zubettgehen einzunehmen. Idealerweise ist diese Mahlzeit leicht und ballaststoffarm, sodass der Magen beim Einschlafen nicht allzu stark mit dem Verdauen beschäftigt ist. Auch tryptophanhaltige Lebensmittel wie Soja, Tofu, Buchweizen oder Kürbiskerne können beim Einschlafen helfen. Wem es trotz früher und leichter Mahlzeit schwerfällt, in das Reich der Träume zu sinken, der kann zu einem Glas Milch mit Honig, Zimt, Kardamom und Muskatnuss oder Tee (z.B. Melisse, Lavendel, Baldrian) greifen.
Die Ernährung beeinflusst unseren Schlaf – und umgekehrt: Wer zu wenig schläft, bringt seinen Hormonhaushalt durcheinander. Dann steigen die Werte des Hungerhormons Ghrelin an, während die Werte des Appetitzüglers Leptin sinken. Die Folge: Wir haben Heisshunger auf Junkfood und Süsses, weil wir uns davon einen schnellen Energieschub versprechen. Das erklärt auch, warum Schlafmangel längerfristig – abgesehen von weiteren Gesundheitsproblemen – zu Übergewicht führen kann.

Schlaf und Bewegung

Die dritte Säule für einen gesunden Lebensstil bildet nebst Schlaf und Ernährung der Sport. Im Schlaf bauen wir Muskeln auf und regenerieren unseren Körper. Schlaf wirkt sich also positiv auf unser Fitnessniveau aus und bereitet den Körper auf die nächste sportliche Aktivität vor. Wer sich zu wenig Schlaf gönnt, behindert dadurch seine eigene Leistungsfähigkeit.
Die Beziehung zwischen Bewegung und Schlaf ist wechselwirkend: Guter Schlaf wirkt sich positiv auf unsere sportliche Leistung aus – und Bewegung wirkt sich auf positiv auf unsere Schlafqualität aus. Einzig, wer sein intensives Training am Abend durchführt, muss mit Einschlafproblemen rechnen, da sich dann der Melatonin-Rhythmus um bis zu zwei Stunden nach hinten verschieben kann. Es empfiehlt sich darum, 1-2 Stunden vor dem Zubettgehen nicht mehr intensiv zu trainieren, sondern sich nur noch moderat zu bewegen – etwa in Form eines Spaziergangs.