Warum Schlafmangel schlechte Laune verursacht – und was Sie dagegen tun können

BICO liefert Tipps bei Schlafmangel und schlechter Laune

Schlafen ist nicht einfach nur angenehm und erholsam, sondern entscheidend für unsere Gesundheit. Fehlt uns der Schlaf, wachen wir oft müde und schlapp auf – und auch unser emotionales Gleichgewicht ist tagsüber gestört. Dadurch erhöht sich unsere Reizbarkeit ­und die Ausgeglichenheit sinkt. Das Resultat: wir haben schlechte Laune. Damit wir den Tag mit genügend Kraft und Freude starten können, ist regelmassiger Schlaf also ein Muss. Lesen Sie hier, warum Schlafmangel schlechte Laune verursacht, was Sie dagegen tun können und wieso unser Gehirn eine wichtige Rolle dabei spielt.

Darum verursacht Schlafmangel schlechte Laune

Bekommen wir nicht genügend Schlaf, leidet unser Wohlbefinden. Wir fühlen uns erschöpft und haben Probleme, uns tagsüber zu konzentrieren. Darüber hinaus zeigen wissenschaftliche Studien, dass uns zu wenig Schlaf auch auf die gute Laune schlägt. Schlechtschläfer sind drei Mal häufiger gereizt als ausgeschlafene Menschen und reagieren anders als es ihrer Persönlichkeit entspricht. Schlafmangel kann sogar Gefühle wie Wut, Angst und Depressivität begünstigen.

Wie wirkt sich Schlafmangel auf unser Gehirn aus?

Während des Schlafens verarbeitet unser Gehirn tausende Eindrücke und Erlebnisse des vergangenen Tages. Wird diese Ruhephase unterbrochen oder durch Schlafprobleme verkürzt, wird die Verbindung zu unserem Gefühls- und Angstzentrum im Gehirn gestört. Die sogenannte Amygdala kann dann unsere Emotionen nicht mehr richtig steuern, da sie nicht mehr zwischen emotionalen oder neutralen Informationen unterscheiden kann. Ursache dafür ist die durch den Schlafmangel reduzierte Verbindung zum präfrontalen Cortex, welcher normalerweise unsere Amygdala steuert und ihre Reaktionen abmildert. Nicht nur, dass wir uns nach schlaflosen Nächten abgeschlagen und müde fühlen, durch unsere Amygdala reagieren wir auf neutrale Reize emotionaler und gereizter als sonst. Wenn wir ansonsten gut zwischen Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden können, ist dies nicht länger möglich. Wer also nicht ausgeschlafen ist, sollte an diesem Tag Provokationen oder grösseren Problemen aus dem Weg gehen – oder es mit Humor nehmen.

BICO erklärt Ihnen, warum Sie schlechte Laune haben

Ist die Verbindung zu unserem Gefühlszentrum, die Amygdala, gestört, kann das Gehirn unsere Gefühle nicht mehr richtig steuern.

Unsere Tipps gegen schlechte Laune

Meditation und Atemübungen am Morgen

Wer die Nacht als nicht sehr erholsam empfunden hat, für den ist es jetzt wichtig, gut in den Tag zu starten. Eine Möglichkeit ist es, morgens nach dem Aufstehen zu meditieren. Kombiniert mit Atemübungen, hilft es, die innere Ruhe wiederherzustellen. Dabei sollte man sich genügend Zeit nehmen, denn das Warten zahlt sich aus. Nicht nur, dass es einen klaren Kopf beschert, es hilft auch wacher zu werden. So kann man den Tag doch noch ausgeglichen starten.
Diese Übungen eignen sich ebenfalls sehr gut, wenn Sie abends vor dem Schlafengehen die Nacht bereits fürchten. Die Meditationsübungen helfen Ihnen zur Ruhe zukommen und abzuschalten, damit Sie anschliessend leichter einschlafen können. Leiden Sie an häufigerem Schlafmangel, sollten sie diese regelmässig ausüben, da sie die Reaktivität unseres Gefühls- und Angstzentrums im Gehirn reduzieren.

Frische Luft tut gut

Vor allem in den langen Wintermonaten – bei denen wir eh schon tendenziell mehr Zeit in Innenräumen verbringen – ist frische Luft eine Wohltat. Falls der Schlaf in dieser Zeit gelitten hat, können Sie es morgens mit einem zehn- bis dreissigminütigen Spaziergang versuchen. Die Anspannung und die Müdigkeit, die sich während der schlaflosen Nacht eingestellt haben, werden dadurch gelindert und der Tag kann langsam anfangen. In der Natur kann unser Kopf ruhig wach werden, ohne dass die überreizte Amygdala mit zusätzlichen, ständig einfliessenden Eindrücken von Smartphone und ähnlichem, überfordert wird. Zudem wird bei Sonnenlicht unser Körper mit Endorphinen,­ Glückshormonen, überschüttet. Auch unser Vitamin D-Speicher werden aufgefüllt und der Körper kommt in die Gänge. Wussten Sie, dass ein ruhiger Abendspaziergang zusätzlich auch beim Einschlafen helfen kann, wenn wir ihn dazu nutzen, um abzuschalten?

Mit Energie in den Tag starten

Nicht umsonst sagt man im Volksmund, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Denn durch eine reichhaltige Mahlzeit kann viel Energie gewonnen werden. Dies ist vor allem wichtig, weil auch Hunger uns Menschen gereizt und aggressiv machen kann. Nach einer Nacht mit schlechtem Schlaf eignen sich vor allem Bananen sehr gut, da diese einen hohen Anteil an Vitamin B6 enthalten, welcher dem Erschöpfungszustand entgegenwirken kann. Auch enthaltenes Kalium und Tryptophan können die Stimmung verbessern und die Reizschwelle sinken lassen. Vollkornprodukte eignen sich ebenfalls als guter Energielieferant. Diese enthalten die wichtigen Nerven-Vitamine B1 und B2, die zu einem normalen Energiestoffwechsel verhelfen und die Müdigkeit verringern. Zum Trinken eignet sich eine Tasse Kakao, da diese unser Glückshormon Serotonin aktiviert. Und wer morgens keine Zeit hat, der kann sich bereits am Vorabend etwas Kleines zubereiten. Hierfür eignen sich Overnight Oats am besten. Das hilft, morgens Zeit zu sparen und abends mit einem zufriedenen Gefühl schlafen zu gehen.

Fazit

Bekommen wir nicht genügend Schlaf, leidet unser Wohlbefinden, da die Amygdala, unser Gefühlszentrum, in ihrer Ruhephase gestört wird. Damit wir nicht mit schlechter Laune und Überreizung durch den Tag gehen, ist es daher wichtig, gut zu schlafen. Falls dies nicht der Fall war, können Sie mit Meditation, einem wohltuenden Spaziergang oder mit einem ausgewogenen Frühstück versuchen, dem bestehenden Schlafmangel entgegenzuwirken und neue Energie zu tanken. Aber auch abends können Meditation und eine ruhige Runde in der Natur dabei helfen, vom Alltagsstress besser abschalten und anschliessend leichter einschlafen zu können. So können Sie sich schliesslich dennoch auf einen tiefen, gesunden Schlaf freuen.